Schonzeit Adé – Hessen schafft den Zander ab

Während am anderen Ende Deutschlands, um genauer zu sein in Hamburg, die Richtlinien zum Schutze der Zander verschärft wurden (wir berichteten hier: Zanderschonzeit: Hamburg verschärft Richtlinien), geht Hessen einen gewaltigen Schritt . Ab dem 01.01.2017 existiert, zumindest auf der hessischen Rheinkarte keine Schonzeit mehr für Zander – Schonzeit Adé. Im Gegenzug dazu wurde das Schonmaß zwar von 45cm auf 50cm erhöht, den laichenden Zandern wird dies jedoch wenig helfen.

Ich sehe es schon vor mir, wie hunderte rabenschwarze Zander den Knüppel auf den Kopf geschlagen bekommen. Von den Nestern heruntergezogen landen sie bei all denjenigen im Kochtopf die kein Gewissen oder schlichtweg keine Ahnung haben. Den Laich den sie nur gegen Eindringlinge verteidigen wollten lassen sie schutzlos zurück. Glück für die Grundeln, Pech für die Zander – das war’s mit Nachwuchs. Ob sich der Zanderbestand über die Jahre halten kann bleibt offen.

In diesen Zeiten kann man nur an die Vernunft der Angler appellieren und hoffen, dass es doch noch Naturschützer unter uns gibt. Ich frage mich immer noch, wie kann ein der „Verband Hessische Fischer“ so etwas zulassen? Das „H“ im VHF steht wohl heutzutage eher für „hohl“… Sorry aber da fällt uns nichts mehr ein.

Tight Lines für alle C&R-Buddys

Nachtrag vom 31.05.2017

Viele hessische Angler, vorallem die Fraktion die  ihr Wasser hegt, pflegt und Sinnvoll mit der Kreatur Fisch umgeht, haben sich beschwert. Massenweise wurden die Zander von rücksichtslosen Anglern von den Nestern gezielt in den Laichgebieten gefangen. Der erste an Ort und Stelle war jedoch der einheimische Berufsfischer, der zum Leid der Zander wohl seine Taschen mit Gold füllen wollte. Wie lang das noch gut geht bleibt abzuwarten…

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