Edersee 2015 Vol. 1 – Der See ist ein Hundesohn

Die vergangenen Tage haben wir uns mal wieder nicht lumpen lassen und  die diesjährige Saisoneröffnung in alter Tradition mit einem mehrtägigem Angelausflug zum guten alten Lake Eder gestartet…

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Einige Besonderheiten gab es dieses Mal allerdings…fuhren wir die vergangenen Jahre frühestens Anfang Mai zum See, starteten wir dieses Mal ein paar Tage früher…der milde Winter und die warme Frühjahrssonne sollten es schon richten. So war zumindest einmal der Grundgedanke. Es sollte leider anders kommen!

Desweiteren hatten wir ein kleines Guiding mit Dimitri Schill geplant…ein Name den man am See kennen sollte, denn als Illex-Trophy Gewinner und langjährigem Edersee Guide der das Barschangeln schon von klein auf am See erlernt hat, macht dem ansässigem Quantum Team-Angler so schnell keiner etwas vor.

Tag 1:

Da wir das Guiding nach Rücksprache mit Dimi auf Nachmittag verlegt hatten, blieb uns von 05h-12h noch ein bisschen Zeit über den See zu ziehen. Wir starteten dieses Mal direkt in Bringhausen und konnten uns daher auch eimal auf den „hinteren“ Teil des Gewässers konzentrieren, das wir bis dato noch nicht in dieser Umgebung gefischt hatten, sondern immer von der Staumauer aus gestartet waren.

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Aufgrund des kalten Wassers konzentrierten wir uns hauptsächlich auf die Bereiche zwischen 9m und 12m, was uns am Ende des Tages auch  den Arsch rettete 🙂

Die tote Rute war anfangs wiedermal der Retter in der Not, denn die Barsche hatten größtenteils noch nicht abgelaicht und die Hechte liessen ihre Damen noch nicht in die Krautzonen…Nachdem wir etwas zäh mit dem guten alten Flickshake und dem Tauwurm die müden Räuber bis max. 28cm verhafteten, konnten wir zudem auch ein paar kleine Gesellen mit 2″-3″ GuFis an 5g-7g-Jigs überlisten…

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Wir merkten von Anfang an, dieses Mal hatten wir uns ein wenig überschätzt…Das Wasser hatte noch um die 11°C, die Barsche hatten einfach noch keinen Bock…und wie wir hörten, sind die Hechte wohl auch noch nicht in Beisslaune gewesen.

Nach dem 3. Platzwechsel gab es dann  plötzlich ein wenig Druck in der Rute…Ausgerechnet an meiner UL-Rute…1g-5g WG mit 18er FC-Vorfach…Gott sei Dank hielt das Vorfach und die Mutti landete sicher im Boot….Mein persönliches Highlight, da ich meinen PB etwas nach oben schrauben konnte. Ein Maß von 87cm konnte ich dann auf meiner Scale ablesen

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Ein paar Barsche später war es dann auch gut und wir trafen uns mit Dimitri an der Slipstelle und liessen die Boote zu Wasser.

Dimi liess sich nicht lumpen, nachdem wir den Tag davor schon einen gemütlichen Abend mit ihm verbrachten, lud er uns noch schnell auf ein kleines BBQ an seinem Bootsanlieger ein. Danach ging es direkt los.

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Remi und Phil gingen bei Dimitri an Board, Markus und ich teilten uns das 2. Boot. Torquedoo Motoren machen einfach Spass, vor allem wenn man die typischen „Seemotoren“ von den Leihbooten gewohnt ist 🙂

Gefühlte 40 Stellen auf verschiedensten Tiefen und mit diversen Gufis waren wir schon ziemlich frustriert. Aber was wir am Morgen schon befürchteten wurde nun auch bewahrheitet.

Es ist nunmal so, dass das beste Guiding nichts nützt, wenn die Fische NULL KOMMA NULL in Beisslaune sind.

Dimis Boot mit Phil und Remi konzentrierte sich bei den Drifts erstmal aufs Wurfangeln. Markus und ich hatten aus Verzweiflung bereits die tote Rute montiert, als wir in der Drift dann plötzlich ein „MINI“-Echo direkt unterm Boot bekamen. Kaum bemerkt, hing auch schon ein netter 30er am Tauwurm….“Markus, Kescher!“…                                                Nachdem der Fisch im Kescher war und ich ihn gerade ins Boot gehoben hatte kam von Markus ein zarghaftes: „Ich glaube ich könnte ihn auch gebrauchen“.                                 WAS ZUR HÖLLE…Es blitze eine schöne 44er Kirsche an der Wasseroberfläche und plötzlich kam auch wieder Stimmung auf. Doppeldrill AN SO EINEM TAG! 😀 Die tote Rute ist einfach eine Macht an schwierigen Tagen und immer wieder für Überraschungen gut. Leider blieb das das einzige Highlight an diesem Abend.

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Den Rest unseres Ausflugs konnten wir lediglich noch ein paar halbwüchsige Barsche und Hechte (Tauwurmräuber!!) verhaften und waren doch ziemlich enttäuscht. Man konnte Dimi deutlich anmerken, dass er uns gerne etwas mehr geboten hätte, aber wir waren dieses Jahr einfach ein paar Tage zu früh dran.

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Tag 2:

Der Morgen fing  wie gewohnt gegen 5h an und wir konzentrierten uns  wieder auf unsere gestrigen Spots und auf Tiefen zwischen 9m und 12m. NICHTS!! Der See war wie tot und ich glaube wir sind nicht überheblich, wenn wir sagen…es lag NICHT an uns. Wir haben ALLES versucht, doch am Ende dieses wirklich sonnigen, böigen Tages bliben gerade mal 5 Barsch in zwei Booten hängen. Mehr gibt es glaube ich nicht darüber zu sagen. Schade, aber: „That´s life!“

Gegen 16h und einem kurzen Abstecher zu Dimitris Bootswerkstatt traten wir dann auch ziemlich Platt die Heimreise an.

Das Fazit:

Insgesamt landeten in den 2 Tagen in 2 Booten knapp 30 Barsche und 3 Hechte. Markus konnte seinen Edersee Barsch-PB verbessern und ich konnte meine Hecht-PB etwas nach oben schrauben. Ein Ergebnis mit dem wir umgehen können, vor allem wenn man mal betrachtet das auf dem See bisher kein Boot besser gefangen hatte. Dennoch hatten wir uns bei der Planung erheblich mehr Fisch, vor allem einige schönere Barsche erhofft.

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Wir werden die nächsten Jahre erstmal nicht so früh an den See fahren und wenn doch, dann SEHR spontan.

Dieser Ausflug war wie befürchtet, Angeltechnisch doch ein wenig zäh, dennoch hatten wir auf jeden Fall wieder unseren Spaß und konnten neue Kontakte knüpfen.

Der Sommer kann nun kommen und dann werden wir auch wieder unsere Barsche am Edersee fangen.

Euch weiterhin gutes gelingen!

Fish on,

Euer Björn

 

 

 

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